Genuss mit Saxophonen

Neuhäuser Musikzug bot einen bunten Querschnitt

Schloß Neuhaus (mg). Einen musikalischen Querschnitt aus dem neuen Konzertprogramm 2006 präsentierte der Musikzug des Bürgerschützenvereins Schloß Neuhaus beim großen Frühlingskonzert im Bürgerhaus.

Die 48 Musikerinnen und Musiker unter dem Dirigenten Elmar Büsse begeisterten das rund 500-köpfige Publikum mit Stücken aus der traditionellen Blas- und Militärmusik und modernen Arrangements bekannter Melodien. Für jeden Geschmack war etwas dabei.

 

Mit dem Figaro-Marsch, eine Huldigung an W. A. Mozart, wurde begonnen. Danach folgten im Walzer- und Polka-Takt ein Medley aus André Rieu Classics und Höhepunkte aus Lord of the Dance. Besonderer Genuss war der Auftritt der drei Tenor-Saxophonisten Elmar Berens, Andreas Bludau und Heike Röder, die ein Medley der weltberühmten drei Tenöre Placido Domingo, Jose Carreras und Luciano Pavarotti spielten. Ob diese drei Neuhäuser Saxophon-Solisten auch einmal so bekannt werden würden, ließ Moderator Norbert Rüthing offen.

Im zweiten Teil des Musikabends, von Elmar Büsse angesagt, gab es den schmissigen Fugger-Marsch, der großen Kaufmannsfamilie gewidmet, und die schnelle Laubener Schnellpolka sowie Golden Swingtime und das temperamentvolle Brasil Tropical.

Eine gelungene Einlage gab das Trompetenduo Elmar Büsse und Heiko Röder mit »Die Perlen« von H. Kling, das melodisch begann und mit einem flotten Teil endete. Begleitet wurden die Solotrompeter vom Musikzug unter Leitung des Ehrendirigenten Josef Brinkmann.

Mit viel Applaus bedacht wurde auch das zurzeit aus elf Musikern bestehende neue Jugendorchester, das unter Leitung von Rita Steinmetz mit dem Seemannslied »The drunken Sailor«, einem Classical Canon und einem Young Band Rock erfreute.

Der amerikanische Marsch »Unter dem Sternenbanner« sollte der Abschluss des unterhaltsamen Konzertabends sein, doch das überaus beifallfreudige Publikum forderte eine Zugabe, die es mit Paul Linckes »Berliner Luft« und zusätzlich noch mit dem Fliegermarsch bekam.

 

Westfälisches Volksblatt, 05.04.2006